Was ist der Höhepunkt des Debattier-Jahres? Natürlich die deutschsprachige Debattiermeisterschaft, die dieses Jahr vom 14.05. – 17.05.26 in Heidelberg stattgefunden hat.
Und so haben wir uns auch dieses Jahr aufgemacht, um vier Tage mit vielen Debatten und wenig Schlaf auszufüllen: das Turnier bestand aus sieben Vorrunden, Viertel-, Halb- und Finale.
Nach einer tatsächlich reibungslosen Anreise mit der Deutschen Bahn ging es am Donnerstag-Abend direkt mit der ersten Vorrunde los. Das Thema dieser war „DHG, dass Geschichtsunterricht in Schulen den Schwerpunkt auf das eigene Land legen sollte.“.
Am Freitag war der Debatten-Plan dann mit vier Debatten vollgepackt:

  1. DHG, die indische Regierung sollte in Indiens wirtschaftlicher Entwicklung Industrie gegenüber dem Dienstleistungssektor deutlich priorisieren.
  2. DHW die simulierte Welt erhalten, statt in die Realität zurückzukehren.
  3. DHW Reverse-Enlargement als Option des EU-Beitritts einführen.
  4. DH bevorzugt es, wenn Religionen den primären Fokus auf Ahnenverehrung legen, anstatt auf die Verehrung eines einzelnen Gottes.
    Am Samstag endeten die Vorrunden mit den Themen:
  5. DH begrüßt den Kriegseinsatz autonomer Kampfroboter und Drohnen.
  6. DH bevorzugt Branchentarifverträge gegenüber hauseigenen Tarifverträgen für einzelne Unternehmen.
    Auch wenn wir danach nicht weiterdebattieren durften (oder mussten😉), ist das schöne an K.O.-Runden, dass man sichnicht nur von den Themen inspirieren lassen, sondern auch gute Debatten mitverfolgen kann, hier zu den Themen:
  7. Viertelfinale: DH bereut das Narrativ, das man nicht aufgeben sollte.
  8. Halbfinale: DHG, die EU sollte Importe von chinesischen E-Autos einschränken.

Im großen Finale in der wunderschönen StadthalleHeidelbergs redeten dann Teams von den Wortgefechten Potsdam als eröffnende Regierung, ein Team von der Rederei Heidelberg als eröffnende Opposition, ein Team der Berlin Debating Union als schließende Regierung und ein Team aus München gegeneinander. Hier lautete das Thema „DH begrüßt die Entwicklung zu einer multipolaren Weltordnung“, wobei die BDU den Sieg holte. Herzlichen Glückwunsch!
Für die beiden Bonner Teams war das Turnier nicht nur eine lehrreiche Erfahrung, sondern ging auch aus sportlicher Sicht zufriedenstellend aus. Freyja und Ben sind auf Platz 19/80 gelandet und sind knapp und nur nach dem Tiebreaker nicht ins Viertelfinale eingezogen. Robin und Günther sind auf Platz 54 gelandet.
Neben der Teilnahme ist insbesondere auch hervorzuheben, das mit Samantha als Tabmasterin eine Bonnerin an der sportlichen Organisation beteiligt war und hierbei großartige Arbeit geleistet hat.


Auch außerhalb der vielen Debatten war das lange Wochenende ein gelungenes Gesamtpaket: es gab gutes Essen, genug Kaffee und für Unterhaltung außerhalb der Debatten war auch gesorgt. Zu unserer großen Freude gab es neben Blitzschachturnier, Jurierworkshop und Spieleabend auch ein Pubquiz, das nicht nur inhaltlich interessant war, sondern bei dem man auch den berühmt-berüchtigten Heidelbären in seinem natürlichen Habitat beobachten konnte.
Daneben war der traditionsreiche Gala-Abend auch ein voller Erfolg. Im jüngsten Kultur-Denkmal Baden-Württembergs, der Print Media Academy wurden neben guter kulinarischer Versorgung auch Unterhaltung geboten: die Möglichkeit den ESC zu gucken oder auf der Tanzfläche abzurocken.


Im Fazit lässt sich nur sagen: es gibt einen Grund, das in der Vergangenheit so manche Person ihr Herz an Heidelberg verloren hat…
Und so bleibt nur zu sagen:
Vielen Dank an alle Beteiligten, insbesondere an die Rederei und den VDCH für ein fantastisches Turnier!